Einzelne Unternehmen, so wie das US-amerikanische Make Sunsets sind mit Realexperimenten längst nicht so zögerlich. Ende 2022 sorgte das Start-up für Aufregung, als es verkündete, mithilfe von Wetterballons Sulfatpartikel in die Stratosphäre transportiert zu haben – anscheinend ohne wissenschaftliche Prüfung oder öffentliche Beteiligung.

Bereits jetzt können Kundinnen und Kunden auf der Website des Start-ups sogenannte Cooling Credits kaufen, im Gegenzug setzt das Start-up mindestens ein Gramm Partikel frei. Sie versprechen, dass das die Wirkung von einer Tonne CO2 in einem Jahr ausgleichen soll. Das Geschäftsmodell ist also eine Art inoffizielles CO2-Zertifikat.
Für die Wissenschaftlerin Ulrike Niemeier vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg ist dieses Konzept "reine Geldmacherei". Zum einen sei die Anwendung des Start-ups völlig unkontrolliert – mit den Wetterballons könne man nicht beeinflussen, wo genau die Sulfatpartikel freigesetzt werden. "Außerdem haben die Partikel eine geringe Lebensdauer", sagt die Meteorologin. "Letzten Endes wird damit kein CO2 kompensiert."

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-04/geoengineering-sonne-energie-klimakrise/seite-2

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1 comment

Klaus
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