Paul Berg erhielt 1980 den Chemie-Nobelpreis. Bild: EVE ARNOLD/MAGNUM PHOTOS/AGENTUR
Der DNA-Pionier und Begründer der ersten Gentechnik-Generation Paul Berg ist mit 96 Jahren gestorben. Zu seinem Erbe gehört auch die kritische Selbstbefragung der Forscher.
Vor etwas mehr als fünfzig Jahren war es ihm mit seiner Tumorvirenforschung gelungen, in die kleine, leicht zu übertragende Erbsubstanz – die
DNA – von SV40-Viren einige Gene von Kolibakterien einzuführen. Anhand dieser mit Fremdgenen ausgestatten Viren-DNA konnte er prüfen, wie die Viren an der Krebsentstehung beteiligt sind. Berg, damals schon an der Stanford-Universität und in engem Austausch mit den wichtigsten Genforscher seiner Zeit, kreierte damit das erste DNA-Molekül, das sich aus Elementen unterschiedlicher Organismen zusammensetzte.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/zum-tod-von-genpionier-paul-berg-als-die-gene-fremdgehen-sollten-18697718.html@
https://t.me/PaulaPCay