Nicht überall, wo links drauf steht, ist links drin

"Die autoritäre Corona-Lockdown-Politik in vielen Ländern der Erde lässt immer mehr Menschen das Ausmaß der Krise des Systems am eigenen Leib spüren. Gegner dieser Politik kritisieren – zu Recht – vor allem den massiven Entzug bürgerlicher Freiheitsrechte."

"Im Lager der Maßnahmen-Befürworter befindet sich ... auch das Gros derer, die sich politisch links verorten. Gemeinsam mit den Leitmedien und verantwortlichen Politikern brüllen sie die Gegner als "rechte Spinner" nieder."

"Der Staat lässt Ärzte und sogar Richter von der Justiz verfolgen, wegen angeblich falscher Maskenatteste, "falscher" Meinungen oder politisch unliebsamer Urteile. Beschäftigte im Staatsdienst werden versetzt oder müssen gar fürchten, entlassen zu werden.

Die Seite der Befürworter ist klar im Vorteil. Sie hat den Staat, das Großkapital, die Leitmedien und die Eigentümer digitaler sozialer Plattformen hinter sich – eine wahre Macht mit gigantischen Erfolgen beim Beeinflussen der öffentlichen Meinung. ... Man wird im Netz mit aggressiver Propaganda für die Regierungspolitik und die Corona-Impfungen überschüttet. Die meist kontextlose Panik-Berichterstattung der großen Medien dauert seit über einem Jahr an. Kritische Wissenschaftler sortierten diese als "Schwurbler" aus – obwohl die Riege der "Schwurbler" weit länger ist als der Regierungsstab."

"Mit einer bürgerlich-parlamentarischen Demokratie hat das, was hier seit Anfang 2020 abgeht, nicht mehr viel zu tun."

"Man sollte Menschen mehr nach ihren Taten als nach ihren Worten bewerten. Nicht überall, wo "links" draufsteht, ist "links" drin. Links sein heißt im klassischen Sinne, für die Gleichwertigkeit aller Menschen, gegen Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen durch Menschen einzutreten. Rechts sein bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als Herrschaft und ungleiche Machtverhältnisse ganz okay zu finden. Rechte sind also gegen die Gleichwertigkeit aller Menschen. Und Faschismus bedeutet, die Herrschaft mittels brutaler Gewalt und Entrechtung unterdrückter Menschengruppen durchzusetzen.

Sowohl die bürgerliche Demokratie als auch der Faschismus sind, historisch und ökonomisch unaufgeregt betrachtet, lediglich politische Herrschaftsformen von Staaten, um letztlich die Interessen des Großkapitals durchzusetzen."

"Heute beobachtet der Verfassungsschutz die "staatsfeindlichen Querdenker", vor 35 Jahren nahm der DDR-Geheimdienst subversive Gruppen unter die Lupe."

"So läuft das im globalen Kapitalismus: Entweder man besitzt genügend Geld und Ressourcen, um fremde Arbeit ausbeuten zu können, oder man muss seine Arbeitskraft verkaufen. Egal ob Brot, Waffen oder eben Impfstoffe: Jede Ware, die auf den Markt kommt, dient dazu, das eingesetzte Geld (Kapital) zu mehren. Profit ist der Mehrwert, den Arbeiter erwirtschaften. Nur Menschen können Eigner zwingen, mehr Werte zu erarbeiten, als sie dem Unternehmer in Form von Lohn wert sind. Und auch der Staat kassiert am Ende mit."

"Das macht auch Staaten finanziell immer abhängiger von den Großkonzernen. Politik und Kapital sind kaum noch voneinander zu unterscheiden. Den viel beschworenen freien Wettbewerb gibt es längst nicht mehr. Wenn Facebook deutsche Nutzer mit Impfwerbung der deutschen Regierung zuschüttet, YouTube regierungskritische Videos löscht und Kanäle sperrt und sich dabei auf das deutsche "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" beruft, wird schnell klar, wer die Macht hat. Das Ausmaß der Macht entscheidet sich am wirtschaftlichen Eigentum."

"Der repressive Staat ... ist rechts, nicht links. Je autoritärer er handelt und je mehr er sich der Diktatur der Monopole unterwirft, desto rechter ist er. Wer sich auf seine Seite stellt, handelt rechts, egal, wo er sich selbst verortet. Die zunehmende Macht multinationaler Großkonzerne fußt zudem auf etwas, das es in der DDR kaum gab: wirtschaftliches Privateigentum. Es ist also recht absurd, Gegner einer solchen rechten Politik pauschal als Rechte zu beschimpfen. "

de.rt.com/meinung/116804-die-rechte-corona-republik-und-verwirrte-schimpfwoerter

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