WirtschaftUnternehmenWintershall Dea : BASF-Tochter in Russland "de facto enteignet"

Wintershall DeaBASF-Tochter in Russland "de facto enteignet"Stand: 18.01.2023 08:23 Uhr
Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea sieht sich nach langem Zögern nun doch zum Rückzug aus seinem Geschäft in Russland gezwungen. Für den Mutterkonzern BASF bedeutet das einen Milliardenverlust.Knapp ein Jahr nach Beginn des Kriegs in der Ukraine plant das Öl- und Gasunternehmen Wintershall Dea einen vollständigen Rückzug aus Russland und brockt damit seinem Mutterkonzern einen Milliardenverlust ein. Unter dem Strich verbuchte BASF für das Geschäftsjahr 2022 einen Fehlbetrag von rund 1,4 Milliarden Euro, wie der DAX-Konzern überraschend gestern Abend nach Börsenschluss mitteilte.
Analysten hatten dagegen zuletzt noch mit einem Gewinn von rund 4,77 Milliarden Euro gerechnet. Hauptursache für das Milliardenminus waren Abschreibungen auf Wintershall Dea in Höhe von 7,3 Milliarden Euro im Gesamtjahr. Allein im vierten Quartal musste BASF 5,4 Milliarden Euro wegen der Entkonsolidierung der russischen Explorations- und Produktionsaktivitäten seiner Tochter abschreiben.
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