Schon lange kritisieren Klimaforscherinnen und Umweltaktivisten diese militärische "Blackbox". Schätzungen zufolge gehen bis zu fünf Prozent aller weltweiten Emissionen auf das Konto von Streitkräften, doch genaue Zahlen gibt es nicht. Militärische Supermächte wie die USA haben sich auch lange darum bemüht, dass das so bleibt: Aus Gründen der nationalen Sicherheit, so das Argument, sollten Emissionen durch das Militär von der Berichtspflicht ausgenommen bleiben – zu viel würde diese Information über die Kapazitäten der Armee preisgeben. Eine Gruppe von Forschenden ruft nun im Fachblatt "Nature" dazu auf, diese Praxis endlich zu beenden.