Fangen wir doch Klimaschutz bei den größten Umweltverschmutzern an:
Dem weltweiten Militär!
Kaum bekannt ist bisher, dass Regierungen und der Weltklimarat (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) den militärisch bedingten CO2-Fußabdruck systematisch ausblenden, seit dem Kyoto-Protokoll von 1997 bis heute im Pariser Klimaabkommen.
Dies ist fatal, da Militär, Rüstungsindustrie und Krieg ungeheure Mengen an fossilen Brennstoffen verbrauchen: Das US-Verteidigungsministerium allein verzeichnete beispielsweise 2017 einen höheren Treibhausgasausstoß als Länder wie Dänemark oder Schweden. Ein von der deutschen Bundeswehr eingesetzter Kampfjet vom Typ Eurofighter verbraucht 3.500 Kilogramm Treibstoff pro Flugstunde, entsprechend 11 Tonnen CO2 Äquivalente. Das entspricht dem jährlichen CO2-Fußabdruck eines Bundesbürgers und auch der ist schon viel zu hoch. Im Jahr 2018 verbrachten die Eurofighter der Bundeswehr 10.480 Flugstunden in der Luft. Mehr als 9 Millionen Bäume bräuchte es, um die umgerechnet dadurch frei gesetzten 115.280 Tonnen CO2 zu speichern.
Hinzu kommen die massiven schädlichen Umweltauswirkungen durch verseuchte Böden und Gewässer, Brände und Flächenverbrauch, sowohl durch Militärübungen als auch durch Kriegsausübung. Militär, Rüstungsindustrie und Krieg zerstören damit die Umwelt als Grundlage menschlicher Sicherheit und tragen wesentlich zur Klimakatastrophe bei. Die Erfassung und transparente Veröffentlichung des CO2-Stiefelabdrucks militärischer Aktivitäten wäre deshalb grundlegend für eine effektive Klimaschutzstrategie.
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