die Kornkammer Ukraine existiert schon seit 1992 nicht mehr. Die Steuern für Ackerbau wurden so brutal, daß die Landwirtschaft die Kosten nicht mehr erwirtschaften konnte. Ich war, nach dem Progrom von Korsum am 22.2.14 vom 26.2. - 15.3.14 auf der Kriem. Die Kriem sollte damals schon von den Putschisten eingenommen werden, nur hat die Bevölkerung der Kriem zusammen gestanden und hat es einfach nicht zugelassen. Von Kiew wurden Sonderzüge mit den Hilfstruppen der neuen Machthaber in Richtung Kriem geschickt. Da die "Schergen" aber von der Kriem-Bevölkerung erwartet wurden, wurden die Züge in Kherson gestoppt und kehrten um. Das System hatte keine Chance auf der Kriem etwas auszurichten. Die Landebahnen auf dem Simfoporoler Flughafen waren mit Diesel-Fässern blockiert. Die Kriem Bevölkerung hat sich die Freiheit erkämpft, aber nicht auf Demos "Ringelpitz mit Anfassen". Wenn die Menschen in Deutschland nur die geringste Vorstellung von dem hätten, was 2014/15 in der Ostukraine abgegangen ist, würden hier die Demos vom Volk anders aussehen. Die Menschen können sich leider nicht vorstellen, was sie erwartet, wenn das System nicht gekippt wird.
Karl-Friedrich Sauer
Sicher, ich kann hier nur einen kurzen Anriss aufzeigen. Der Zirkus auf der Kriem begann schon 1992, als das Referendum zum Anschluß an Rußland unter den Tisch gekehrt wurde. Damals hielt man den Deckel drauf, indem die Kriem den Status "Autonome Republik Kriem" bekam. Es rappelte dann das erste Mal Mitte der 90er, als Kiew versuchte in Sewastopol Bandera eine Gedenktafel zu setzen. Die Details um die Ukraine bietet Gesprächsstoff für locker einen Monat. Es ist auch kar, daß jede Seite ihre eigenen Interessen hat.Wie Wahlen in der UA ablaufen ist bekannt. Bis Janukowitsh wurden Stimmen mit 200 Grivna gekauft, Poro hat dann den Preis auf 500 hoch getrieben. Klar, auch in Rußland lief das so. Aber Putin hat ein überwältigende Mehrheit hinter sich. Selbst als das Rentenalter angehoben wurde, wurde dies akzeptiert, weil er das "Warum" erklärte.
In Kiew existierte ein Anti-Maidan. Am 22.2. starteten ca. 50 Busse zurück Richtung Kriem. Der Konvoi stand unter Beobachtung der Klitschko - Schergen und sollte vor Korsum (Stadt Nähe Cherkassy) überfallen werden. Die Busse wurden angezündet, die Kriemer wurden teillweise erschlagen und wem die Flucht aus dem Chaos gelang, wurde erschossen. Es folgten dann noch Progome in Melitopol und Mariupol. Die Kriem Bevölkerung hat sich immer als zu Rußland gehörend gefühlt. Mit war klar, daß sich die Kriem nun endgültig abspalten würde. Mir war aber auch klar, daß ich als Ausländer mit Wohnsitz in der UA nicht mehr auf die Kriem reisen darf. Deshalb war ich dann bis 1 Tag vor dem Referendum dort und konnte alles, was dort ablief direkt mit erleben. Da hat niemand die Obrigkeit gefragt, ob demonstriert werden darf. Die Bevölkerung war sich einig !Deshalb bin ich ja auch so geschockt, daß in Deutschland Demos einem "Open Air" Konzert, mit Ringelpitz und Anfassen, ähneln.
Karl-Friedrich Sauer
es waren umgerechnet zu der Zeit knapp 200 Grivna pro Protest-Schicht ( 8 Std). Der Maidan war in der Richtung gut organisiert. Doppelschichten waren auch möglich. Der Mindestohn lag damals bei 1000 Grivna/Monat. Das große Erwachen kam dann, als die Berufsdemonstranten den Lohn in Grivna umtauschen wollten: 50 % der Dollars waren Blüten ! Aber dafür wurden ja auch noch Plätzchen auf dem Maidan verteilt.
das Einzige was klar ist, ist daß aus dem Gewerkschaftshaus, welches vom Rechten Sektor besetzt war, auf die Demonstranten und Polizei geschossen wurde. Das ein Teil der Scharfschützen aus Georgien angeheuert wurden, ist auch unbestritten. Es sollen aber auch Scharfschützen aus den westl. Natoländern beteiligt gewesen sein. (England, Kanada) Das wurde aber bisher noch nicht belegt. Die Straßenbäume welche Einschüsse aufwiesen, welche die Schußrichtung aus dem Gewerkschafts belegen, wurden ca. 4 Wochen nach Ende des Maidans gefällt. Es ist bis heute ebenfalls noch nicht geklärt, wieviele Tote es überhaupt gegeben hat. Die Krematorien in und um Kiew standen unter der Konrolle des Rechten Sektors und waren rund um die Uhr in Betrieb.
Viel Freude.