"Man hätte sich fürs künftige Kanzleramt einige Führungsfiguren vorstellen können: Friedrich Merz etwa oder Armin Laschet, manche Romantiker sicher auch Robert Habeck. Aber dass dort mal ein Arzt regiert – und das, ohne je gewählt worden zu sein –, wäre wohl niemandem in den Sinn gekommen: Er heißt Christian Drosten und gilt laut der „Süddeutschen Zeitung“ bereits als „Sex-Symbol“ und „Posterboy der Stunde“, nicht nur wegen seiner „weichen Lippen“, wie die Autorin schwärmte.
„Kann er Kanzler?“, wurde bereits gefragt. Drosten ist Virologe an der Charité und so etwas wie der Cheferklärer, aber auch Mitentscheider in der aktuellen Krise geworden wie sonst nur noch Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts. Damit fangen leider auch neue Probleme an.
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In den ersten Monaten der Coronakrise waren die Politiker das größte Problem, weil sie keine Ahnung von Virologie hatten. Jetzt, da die Seuchenexperten übernommen haben, zeigt sich eine andere Schwäche: Virologen haben im Gegenzug wenig Ahnung von Politik oder gar Wirtschaft.
Das wiederum wäre nicht weiter schlimm, wenn sie nicht beides weitgehend enthemmt und geradezu außerparlamentarisch radikal vor sich hertreiben würden wie weiße Mäuse in einem Laborexperiment. Die Mäuse samt Hamsterrad sind wir und die Weltökonomie. Die Versuchsanordnung lautet in etwa: Sterben die Probanden eher an Sars-CoV-2 oder an Langeweile, Isolation, Hunger, Psychosen oder Depressionen?"
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