Bei der Pest hatte man zumindest in Hamburg damals weniger Panik als heute.
"Durch den Ausbruch der Seuche 1712 steht Hamburg vor einem Dilemma: Je schärfer die Maßnahmen gegen die Ausbreitung, desto offensichtlicher würde für die Handelspartner in aller Welt, dass die Stadt "verpestet" ist und man sich vor Kontakt hüten sollte. Die Historikerin Kathrin Boyens kommt zu dem Schluss, dass Hamburg sich für eine Begünstigung des Handels auf Kosten der Seuchenhygiene entscheidet: "Um die Bewegungsfreiheit der Kaufleute möglichst wenig einzuschränken, verzichten die hamburgischen Stadtväter zum Beispiel auf eine Quarantäne für Personen und Waren, obwohl dies zur Pestabwehr andernorts durchaus üblich war.""
https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Als-die-Pest-Tod-nach-Hamburg-brachte,pest103.html

4 comments

Birgit
Die Pest war doch nicht halb so gefährlich wie Corona! 🙄
So wollen uns jedenfalls unsere Politiker glauben machen.
Und mittlerweile glaube ich einfach nicht mehr an deren Unwissenheit, wie im März.
Die fahren unsere Wirtschaft mit voller Absicht gegen die Wand.
Das macht mich unheimlich wütend!
Und schaut man sich die Kommunalwahlen in NRW an, dann verzweifel ich an meinen Landsleuten!
Kapitalismus wirkt. Und das meine ich durchaus positiv.
"Wo die Bevölkerung hingegen kein Vertrauen zu den Behörden hatte, konnten Bemühungen, die Ansteckung durch Verordnungen zu unterdrücken, die die Bewegungsfreiheit und wirtschaftliche
Aktivität einschränkten, Proteste und Krawalle auslösen - wie im von der Pest geplagten Bombay des späten 19. Jahrhunderts. Damals lösten die von den Briten durchgesetzten Maßnahmen einen Aufstand aus, der in der Ermordung des Pest-Kommissars der Stadt und seines Assistenten kulminierte. ´Die Pest hat mehr Erbarmen mit uns`,
schrieb der indische Nationalist Bal Gangadhar Tilak, ´als ihre menschlichen Vorbilder, die derzeit die Stadt regieren.` (Wiener Zeitung, 14.11.2020, S. 31)
https://t.me/hausderluege/899