Wieder ein guter Artikel aus dem "Westfernsehen" .

"Die Aussage «ich bin rechts» ist kein Bekenntnis mehr zu liberalen oder konservativen Werten, sondern ähnelt eher dem letzten Schritt auf dem Weg zum sozialen Selbstmord.
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Wer in die Kategorie «rechts» einsortiert wird, muss sich ständig wenden und mühen. Und wer es freiwillig tut, kann eigentlich gleich einpacken. Das zeigt vor allem eines: dass es in der Gesellschaft sehr wohl einen linksliberalen Mainstream gibt, der nichtlinke Stimmen moralisch etikettiert.
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Allein die Tatsache, dass es unter den Kritikern Extremisten gab, reichte aus, um jede sachliche Kritik an dem Video als «rechte Hetze» abzustempeln. Diese Guilt-by-Association-Nummer ist mittlerweile zu einer Universalwaffe geworden, um Diskussionen abzuwürgen.
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Im öffentlichen Diskurs wird nicht mehr auf den Inhalt geachtet – also darauf, ob ein Argument zutreffend ist oder nicht, ob es rassistisch oder moralisch vertretbar ist. Es geht einzig darum, wer dem Argument zustimmt. Gebrauchen «die Rechten» ein Argument, ist es fortan tabu – unabhängig von seiner Plausibilität.
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Gewalt, Hass und Extremismus – das findet man im Selbstbild der Linken und Linksliberalen natürlich nicht. Wer sagt «ich bin links», gehört automatisch zu den Guten. Kämpft man doch geschlossen und solidarisch gegen das Böse, also «gegen rechts», «gegen Hass und Hetze» und für eine gerechtere Welt.
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Der aufkeimende Rechtsextremismus ist nicht die einzige Kraft, die die Institutionen bedroht. Vielmehr sollte es zu denken geben, dass Gewalt, Hass und Diffamierungen unter dem Deckmantel des guten Zwecks allmählich salonfähig werden."

https://www.nzz.ch/feuilleton/rechts-konservativ-liberal-das-ist-alles-dasselbe-mais-non-ld.1540148

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