John Ioannidis, Epidemiologe an der Stanford University, kommt in einem vorveröffentlichten Fachaufsatz im European Journal of Clinical Investigation zu diesem Ergebnis: Der Wissenschaftler geht davon aus, dass bis Oktober 2020 zehn Prozent der Menschheit bereits mit COVID-19 infiziert sind oder waren. Dabei gab es aber – je nach Ort – eine große Variabilität, die unter anderem von der lokalen Altersstruktur, sozioökonomischen Faktoren und dem öffentlichen Gesundheitswesen abhängt.

Da es im selben Zeitraum knapp über eine Million Todesfälle durch oder mit COVID-19 gab, ergibt sich daraus eine globale Sterblichkeitsrate im Bereich von 0,15 bis 0,2 Prozent. Diesen neuesten Abschätzungen zufolge ist eine Corona-Erkrankung also 17-mal weniger tödlich, als zu Beginn der Corona-Krise angenommen wurde: Im März ging man noch von einer Mortalität von 3,4 Prozent aus, zwischenzeitlich hatte man die Sterblichkeit auf 0,65 Prozent korrigiert.

de.rt.com/2b4l

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