Grundsätzlich ist das Thema „welche Frisur habe ich?“ völlig zweitrangig, vor allem, wenn man eher Wert auf ein gepflegtes Inneres legt, jedoch höre ich schon den Aufschrei aller derer, die die „guten alten Traditionen“ Wert schätzen und auch ich merke, wie das Thema in mir Wellen schlägt. 🌊

Wie wichtig ist denn eine bestimmte Frisur auf dem Kopf? Welche Kriterien geben mir vor, wie ich „obenrum“ auszusehen habe? Eben jene guten alten Werte, auf die ich mich berufe (dazu später mehr)? Der allgemeine Trend?! Und die Farbe? Grau = alt??? 🧑🏻‍🦳

Das Thema gehört offensichtlich zum meinem individuellen Repertoire an Interessen und in diesem Sinne nehme ich es wertschätzend an – ich LIEBE ❤️‍🔥 schöne lange Haare und ich LIEBE ❤️‍🔥 schöne Kurzhaarfrisuren und ich LIEBE ❤️‍🔥 auch alles, was dazwischen ist und bei demjenigen einfach wie Topf auf Deckel passt, dann kann ich richtig ins Schwärmen kommen. Ich bequatsche die Nachbarskinder, bis sie mich ihre Haare durchkämmen lassen, habe schon diverse Inderinnen wegen ihrer tollen Mähne genervt und auch sonst schon ungläubig-amüsierte Reaktionen zurückbekommen, weil ich so ein Aufhebens um die neue Frisur von jemandem gemacht habe.

Langer Rede kurzer Sinn – ich mag Haare.
Und wohlgemerkt, ich habe auch meine Haare sehr gern, ich mag meine Locken und ich mag auch das wilde Gewuschel auf meinem Kopf – für mein Empfinden bildet mein Körper dort den Zustand aus dem inneren meines Kopfes ab, denn auch wenn ich oft nicht so wirke, habe ich ein ziemlich „lebendiges“ Innenleben, in dem häufig mehrere Tonspuren gleichzeitig laufen. Nun hatte es mich aber schon Anfang des Jahres wirklich angefangen zu stören, dass ich meine langen Haare immer nur zusammengebunden trage – streng nach hinten und dann zusammengewuschelt war meine Standardfrisur 👱🏻‍♀️ alles andere – und vor allem sie offen zu tragen – hat mich einfach nur genervt 👉 der Zopf oder die offenen Harre hängen überall drin, oder fallen einzeln in vorzubereitendes Essen, hängen mir vor den Augen und sind einfach nur warm – das ist einfach nicht mein Ding. Als Folge dessen habe ich Anfang des Jahres gedacht, ich versuche es mal wieder mit der „Pagenschnitt-Variante“, einer Frisur, die ich in meinen Zwanzigern viele Jahre lang gern gehabt habe. Ich hab allerdings recht schnell festgestellt, dass diese Zeit vorbei ist, ich bin offensichtlich kein Page mehr. Was bleibt dann noch? Komplett ab??? Eigentlich schon… 👀

Aber – „darf“ ich das??? Schon seit Jahren bewundere ich insgeheim diverse Pixie-Schnitte, habe mich da aber nie drangetraut, denn auch in mir ist offensichtlich mittlerweile ein Glaubenssatz zum Thema „Weiblichkeit und Haarlänge“ aktiv. Ich weiß, dass das früher nicht so war, aber im Zuge meiner Beschäftigung mit den Themen rund um den Familienlandsitz und dem göttlich-menschlichen Sein kommt man an dem Bild des langhaarigen Vollweibes im „Wallerock“ nicht vorbei. Auch mir gefällt dieses Bild noch immer und ich finde die dahinter stehenden Energien als wahr und richtig, aber sobald sich eben eine Art Dogma á la „Ohgottohgott, nicht die Haare abschneiden, du bist dann nicht mehr weiblich und überhaupt, Haare sind Antennen, du verlierst deine Anbindung!!!“ bildet, darf man hinschauen, wie viel da wirklich dran ist. Auch das Thema „Wallerock“ 👗 habe ich dahingehend ja schon einmal auseinandernehmen „müssen“, da ich feststellte, dass ein solcher bauschiger, knöchellanger Rock als permanentes Kleidungsstück sich für mich(!) nicht stimmig anfühlt auf dem Familienlandsitz. Und so ergeht es mir eben jetzt auch mit den Haaren – die alten Glaubenssatz-Zöpfe dürfen ab! 💪

5 comments

Silvia Walther
Das Thema beschäftigt mich auch immer wieder mal .
Ich mag es auch so sehr wenn Frauen lange Haare haben und Kleider tragen . Es passt irgendwie gut zu einer Frau .
Allerdings stören mich die Haare auch sehr wenn ich sie offen trage . Und Kleider sind im Garten bei der Arbeit so unpraktisch.
Oder bilde ich mir das ein ?
Du hast viel geschrieben, vielleicht kannst du auch ein Foto auf deinem Kanal stellen .
Liebe Grüße Silvia 🤗
Mir geht es ähnlich, ich liebe lange Haare, am liebsten offen und wuschelig (habe Naturkrause) und wild. Meistens kämme ich sie nach hinten und sehr oft hängen sie störend in den Augen, im Mund, im Essen. Über Schulterlänge bin ich nie hinausgekommen, da eine gleichmäßige, schöne Länge irgendwie nicht wächst. Also wieder 5-10 cm ab, bis alles passabel aussieht.
Ich hatte mein ganzes Leben lang Kurzhaarschnitte, und die stehen mir auch. Nur kann man mit langen Haaren mehr anfangen, schön hochstecken, Spangen, Gummis, Klämmerchen...
Und die Farbe? Fragt mich nicht... ich habe mit 16 schon die ersten weißen Haare gehabt und mich mit 22 überreden lassen zum Färben. Fand ich gut, das Ergebnis. Mit etwa 45 erfahren, dass das gar nicht gesund ist, also ab sofort nur noch Tönen. Braun- und Rottöne habe ich alle durch, ab und zu schleicht sich etwas Schwarz dazu, damit ich "nicht allzu alt aussehe", weißer Haaransatz ist grausig, ich habe zwei dunkle Strähnen ab der Stirn und der Rest mehr und mehr weiß. Drei Wochen nicht getönt und ein Blick in den Spiegel... bin ich jetzt 80 oder was??? Nein, so laufe ich nicht herum, das kann ich auch noch, wenn ich tatsächlich 80 bin. Ich experimentiere mit Blau, Lila, Pink, Grün, Gelb. Alles, was Rot enthält, verschwindet knapp nach der ersten Wäsche (eigentlich Geldverschwendung). Gelb nach der zweiten bis dritten. Aus Grün wird ein Bläulich, Lila ebenso, Blau verblasst etwas. Das Blau steht mir am Besten und ich komme so auch gut mit lieben Herzensmenschen ins Gespräch. Andere Herzensmenschen bestätigen mir, dass das Rot mir besser steht. Stimmt. Passt aber nicht immer zu dem, wie ich mich fühle.
Es wird also definitiv wieder Blau sein, denn damit ist auch der Übergang zu den weißeren Haaren nicht so "brutal".
Und lange Kleider? Trage ich gerne, sind mir aber auch ständig im Weg, Hosen sind viel praktischer, vor allem, wenn man über den Beeten grätscht, um die richtigen Pflanzen zu erwischen.
Mädels, tut, was sich stimmig anfühlt für Euch, denn Eure Seele möchte strahlen