Als Beamter wurde ich im Frühjahr 2021 "priorisiert" gegen Corona geimpft. Der Dienstherr drängte in mehreren internen Rundschreiben zur Spritze, appellierte an Pflichtbewusstsein und Solidarität: "Schützen Sie sich und andere", "Helfen Sie mit, den Betrieb aufrecht zu erhalten, "85% Impfquote sind nicht genug"...
Die Impfung lag also offenkundig im Interesse des Dienstherrn. Sie fand auch während der Dienstzeit statt und die Dienststelle stellte die für die priorisierten Impftermine nötigen Bescheinigungen aus. Wenig später durfte die Dienststätte selbst dann von bestimmten Personengruppen nur noch mit 2G-Ausweis betreten werden.
Durch die Impfung mit dem Wirkstoff von
@Biontech erlitt ich einen ärztlich ausführlich dokumentierten Impfschaden: Myokarditis, Autoimmunerkrankungen, Veränderungen des Blutes und der Blutgefäße, Entzündungen, MECFS und viele weitere Symptome.
Insgesamt war ich mehr als 2 Jahre komplett dienstunfähig und dauerhaft krankgeschrieben. Allein in 2022 "investierte" ich privat und mit dem Mut der Verzweiflung fast 30.000 Euro in diverse Heilversuche. Sowohl die Beihilfe als auch die private Krankenversicherung verweigerten allerdings nahezu durchweg die Kostenübernahme für die notwendigen Spezialuntersuchungen sowie die wenigen, überhaupt Erfolg versprechenden Therapien wie eine Immunadsorption ("Blutwäsche").
Heute habe ich nur etwa zwei Drittel meiner früheren Leistungskraft zurück und kann mich damit noch glücklich schätzen, nicht wie viele andere Impfopfer inzwischen pflegebedürftig und bettlägerig zu sein.
Eine Anerkennung meines erlittenen Impfschadens als Dienstunfall lehnte der Dienstherr freilich sofort ab. Es folgten Widerspruch, Klage etc. Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main entschied nun: Der Dienstherr hatte natürlich Recht. Und ich hatte Pech. Die Corona-Impfung sei nicht der "dienstlichen Sphäre" zuzurechnen. Bei den Werbungs-Schreiben des Dienstherrn habe es sich lediglich um ein unverbindliches Angebot gehandelt. Zwar habe die Impfung wohl im dienstlichen Interesse gelegen. Letztlich sei die Impfentscheidung jedoch meine Privatsache gewesen.
Ich werde gegen das Urteil nicht in die nächste Instanz gehen. Damit wird es rechtskräftig. Nach mehr als 3 Jahren Kampf an allen Fronten fehlen mir ganz einfach die Nerven (und das nötige Geld!), um den Kampf gegen gleichgeschaltete Behörden weiter zu kämpfen. Letzten Endes erwarte ich von der deutschen Justiz in Sachen Corona auch kein gerechtes Urteil mehr.
https://x.com/Zero_Long_Covid/status/1828519538985705926
Als Beamter hat er sogar noch den Vorteil,keine finanziellen Verluste während seiner Krankheit zu haben.
Wir Ungeimpften sind das lebende Beispiel dafür, dass man es hätte auch anders machen können. Wer das eine will, muß das andere auch mögen.