• Gewalttäter in Uniform — In Dortmund reagierten Polizisten mit äußerster Brutalität auf Bagatellverstöße gegen die Corona-Regeln.
Es klingt alles so harmlos. Etwas ist „verboten“. Es werden „Vorschriften erlassen“, man muss sich „an Regeln halten“. Solange man tut, was die Obrigkeit verlangt, gleicht man einem Hund, der — an langer Leine gehalten — meint, dass er frei sei, weil er die Grenzen des ihm von „oben“ zugestandenen Bewegungsspielraums nie austestet. Aber wehe, er versucht, darüber hinaus zu gehen! Dann spürt er den würgenden Schmerz an seinem Hals. So ist es zwei Frauen in der Dortmunder Fußgängerzone ergangen. Sie missachteten wohl das Abstandsgebot, meinten irrtümlich, sie könnten mit den ermahnenden Polizisten diskutieren. Was dann geschah, ist ein besonders abstoßendes Beispiel für staatliches „Demokratieverständnis“ in Corona-Zeiten. Wie human ein Staatswesen ist, erkennt man vor allem daran, wie es mit Menschen umgeht, die für sich eine andere Entscheidung treffen, als von der Verwaltung vorgegeben wurde. Daran gemessen leben wir längst in einem zutiefst autoritaristischen Polizeistaat. Um des Rechthabens willen wird hier ungeniert der Kern des Grundgesetzes, das Menschenwürdegebot, außer Kraft gesetzt. Was muss denn noch passieren, damit die Verantwortlichen merken, dass sie in ihrer von Angst und Machtverlangen getriebenen Regulierungswut zu weit gegangen sind? — weiter lesen
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