So hatten wir also das erste Mal Wasser im Haus. 😊 Wie ich ja schon vor einer Woche berichtet hatte, wurde es gerade Winter und Christoph fuhr noch einmal für zweieinhalb Monate in die Schweiz zum arbeiten. Das hieß für mich "Yella allein zuhaus". Ich muss gestehen, ich hatte ganz schön Schiss (im wahrsten Sinne des Wortes 🙈), ob ich diese „Landfrauen-Feuerprobe“ bestehe – ohne Auto, allein in der Wildnis in einem halb fertigen Haus ohne Wasser und Heizung – mit dem Kochhofen kann man zwar bis zu einem gewissen Grad auch heizen, aber 120 Quadratmeter auf angenehme Temperaturen zu bringen schafft er nicht. Christoph fuhr also ab und ich blieb mit zwei Hunden, zwei Katzen und zwei Hühnern zuhause. Nach einer ersten Eingewöhnungsphase fand ich jedoch tatsächlich endlich in meinen eigenen Rhythmus. Nachts im Bett mit den zwei Hunden davor und den zwei Katzen darin, um mich herum kein einziges Licht, außer den Sternen, fühlte ich, wie langsam Ruhe in mir einkehrte. Nach circa der Hälfte der Zeit kam Christoph mit einem Freund für ein paar Tage auf "Heimaturlaub", die Freude war auf allen Seiten groß. 😊 Am nächsten Morgen saßen Christoph und ich im 1. Stock auf dem Bett, als mir auf einmal etwas auf die Stirn tropfte. Ich war völlig perplex und konnte das überhaupt nicht zuordnen, bis mir dämmerte, dass da im Dachboden wohl irgendwas mit der Zisterne nicht stimmte. Da waren wir aber ziemlich schnell hellwach! 😜 Oben auf dem Dachboden stellte sich dann heraus, dass der Zulauf vom Wasserschlauch in die Zisterne nicht genügend isoliert und durch den Frost geplatzt war. Leider hing der Zulauf genau NICHT mehr in der Zinkwanne, sodass unser supertoll erdachter Schutzmechanismus in diesem Moment komplett nutzlos war. Wir koppelten also alles in Windeseile ab und ließen das Wasser aus der Zisterne über die Wanne ablaufen. Daraufhin war uns das Ganze zu brenzlig mit dem ganzen Wasser im Dach, das offensichtlich so einfach auch auf unerwünschtem Wege ins Haus kommen kann 👉 also war wieder aufs Neue Wasser schleppen angesagt. 🤷🏻‍♀️ Wobei ich betonen muss, dass ich bis heute fasziniert bin, dass das Wasser GENAU dort zuerst durch die Decke getropft ist, wo sich gerade meine Stirn befand und dass wir auch genau in diesem Moment an genau diesem Ort zugegen waren UND dass auch Christoph genau zu diesem Zeitpunkt zu Besuch war, sodass er mir helfen konnte, das Malheur zu bereinigen. So ist glücklicherweise nur recht wenig Wasser ins Haus gekommen.

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