Sehr guter Artikel!
"1. Die berichteten Zahlen zu den Neuinfektionen überschätzen die wahre Ausbreitung des Coronavirus sehr dramatisch. Der beobachtete rasante Anstieg in den Neuinfektionen geht fast ausschließlich auf die Tatsache zurück, dass die Anzahl der Tests mit der Zeit rasant gestiegen ist. Es gab also zumindest laut den berichteten Zahlen in Wirklichkeit nie eine exponentielle Ausbreitung des Coronavirus.

2. Die berichteten Zahlen zu den Neuinfektionen verbergen die Tatsache, dass die Anzahl der Neuinfektionen bereits seit in etwa Anfang bis Mitte März sinkt.

3. Die Anzahl der Todesfälle sinkt ebenfalls bereits seit Anfang April, was durch die irreführende übliche Darstellung der pro Tag neu hinzugekommenen Todesfälle verborgen wird. Zudem spiegelt der Verlauf der Todeskurve womöglich nur den Verlauf der durch die Testanzahl dramatisch nach oben verzerrte Kurve der Neuinfektionen wider."
https://www.heise.de/tp/features/Von-der-fehlenden-wissenschaftlichen-Begruendung-der-Corona-Massnahmen-4709563.html

14 comments

Das mag im einzelnen berechtigte Kritik sein.

Aber sieht man sich z.B. mal an, dass in New York 4 mal so viele Menschen sterben wie sonst in diesem Zeitraum, dann merkt man, dass das schon ernst ist!
Nils Otto
Das mag im einzelnen berechtigte Kritik sein. Aber sieht man sich z.B. mal an, dass in New York 4 mal so viele Menschen sterben wie sonst in diesem Zeitraum, dann merkt man, dass das schon ernst ist!
Deine Argumentation ist nicht ganz korrekt. Wenn das Virus so dramatisch wäre, dann würden die New Yorker Verhältnisse ja überall bestehen. Es zeigt sich aber ganz deutlich, dass es sich nicht überall gleich verhält. Hier müssen also andere Faktoren maßgeblich daran mit beteiligt sein und diese gilt es nun genauestens zu untersuchen. Im Übrigen bezieht sich der Heise Artikel auf Deutschland und die hier herrschenden Bedingungen und Ereignisse. Es macht also keinen Sinn in diesem Zuge New York zu erwähnen, da diese ganz andere Verhältnisse haben.
Nils Otto
Das stimmt wohl, aber dass wir hier eine gute Lage haben, liegt unter anderem an guter Prävention (und Glück). Hätten wir nicht solche einschneidenden Maßnahmen getroffen, wären wir auch bei einer hohen Übersterblichkeit. Mich stört, dass hier auf der Seite der Eindruck erweckt wird, dies sei nur eine Lugengeschichte und nicht gefährlicher als die Grippe (Influenza)
Das können weder du noch ich sagen, woran es liegt, dass die Lage hier besser ist als in anderen Ländern. Es ist sehr schwierig verschiedene Länder miteinander zu vergleichen, da die verschiedenen Faktoren die über den Krankheitsverlauf entscheiden stark variieren. Aber was man mit Sicherheit sagen kann ist, dass das Virus selber bzw. die mögliche Erkrankung alleine gesehen, nicht alleine ausschlaggebend dafür ist, wie viele Menschen daran sterben. Viel mehr sind andere Faktoren davon abhängig wie zum Beispiel das Gesundheitssystem der entsprechenden Region und wie die Leute dort behandelt werden.

Dich stört, dass du den Eindruck hast, auf dieser Seite werde die Covid-19 Erkrankung verharmlost und behauptet würde, sie sei nicht gefährlicher als die Influenza. Hast du denn Studien darüber, die belegen wie viel gefährlicher Covid-19 gegenüber Influenza ist? Meines Wissens nach hat Dr. John Ionnidis von der Stanford University gerade erst eine Studie veröffentlicht, aus der sehr wohl hervorgeht, dass Covid-19 nicht gefährlicher ist, als eine stärkere saisonale Grippe.
Hier ist ein sehr sehenswertes und informatives Interview dazu: https://youtu.be/cwPqmLoZA4s
Sun Koh
Du glotzt zuviel Charles Krüger. Da scheinst Du den Quatsch aufzusammeln denn Du glaubst.
Das ist schlechte Polemik von dir. Warum beteiligst du dich nicht sachlich an einer Diskussion ohne beleidigende Behauptungen aufzustellen?
Dem Interessierten empfehle ich die Diskussion zwischen Oli und Charles auf YT. Jeder wird dann rasch erkennen, dass ihm einiges an Argumenten dann bekannt vorkommen sollte. Das ganze hier wiederzukäuen ist Zeitverschwendung.
Nils Otto
Die extreme Übersterblichkeit in den Ländern spricht Bände: https://www.nytimes.com/interactive/2020/04/21/world/coronavirus-missing-deaths.html
Wenn wir keinen signifikanten Anstieg der durchschnittlichen Todestage haben, dann ist dies ein Indiz dafür, dass das die Pandemie nicht so dramatisch ist wie behauptet. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch nicht, dass ein signifikanter Anstieg der Todesrate automatisch mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden kann. Zumindest nicht, wenn in einem Land starke Veränderungen wie Lockdown herbeigeführt wurden. Warum ist das so? Die Maßnahmen selber können unter Umständen zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate führen. Die medial geschürte Panik kann dazu führen, dass Menschen sich entweder nicht mehr trauen zum Arzt zu gehen, aus Angst sich anzustecken (es wurden seit Beginn des Lockdowns ca. 40% weniger Patienten von Herzkrankheiten erfasst, wo sind diese nun hin?). Oder aber wegen der Panik werden verhältnismäßig viele alte Leute ins Krankenhaus eingeliefert, welche unter normalen Umständen evtl. eher ambulant behandelt wurden wären, was zu einer Auslastung der Krankenhäuser führen könnte. Selbst Ärzte und Pflegekräfte sind von dieser Panik und Hysterie nicht immer ungefreit, sind sie doch auch nur Menschen. So könnte es beispielsweise dazu führen, dass man aus der Angst heraus Menschen frühzeitig intubiert, obwohl dies unter normalen Umständen nicht nötig wäre, oder einen Medikamentencocktail verabreicht, der eventuell toxisch ist, nur weil man Angst hat zu wenig gemacht zu haben um den Patienten zu retten.

Du merkst ist schreibe mit bedacht alles im Konjunktiv. Dies alles wurde bereits berichtet, ist aber schwer nachzuweisen. Deswegen sage ich, es muss genau geprüft werden, warum und woran so viele Menschen in den Hotspots gestorben sind. Idealerweise arbeitet man dazu die Krankenakten auf und obduziert die Toten.
Einfach eine Übersterblichkeit dem Virus zuzuschreiben ist faktisch falsch.
Steve
Wenn wir keinen signifikanten Anstieg der durchschnittlichen Todestage haben, dann ist dies ein Indiz dafür, dass das die Pandemie nicht so dramatisch ist wie behauptet. Im Umkehrschluss bedeutet dies jedoch nicht, dass ein signifikanter Anstieg der Todesrate automatisch mit Covid-19 in Verbindung gebracht werden kann. Zumindest nicht, wenn in einem Land starke Veränderungen wie Lockdown herbeigeführt wurden. Warum ist das so? Die Maßnahmen selber können unter Umständen zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate führen. Die medial geschürte Panik kann dazu führen, dass Menschen sich entweder nicht mehr trauen zum Arzt zu gehen, aus Angst sich anzustecken (es wurden seit Beginn des Lockdowns ca. 40% weniger Patienten von Herzkrankheiten erfasst, wo sind diese nun hin?). Oder aber wegen der Panik werden verhältnismäßig viele alte Leute ins Krankenhaus eingeliefert, welche unter normalen Umständen evtl. eher ambulant behandelt wurden wären, was zu einer Auslastung der Krankenhäuser führen könnte. Selbst Ärzte und Pflegekräfte sind von dieser Panik und Hysterie nicht immer ungefreit, sind sie doch auch nur Menschen. So könnte es beispielsweise dazu führen, dass man aus der Angst heraus Menschen frühzeitig intubiert, obwohl dies unter normalen Umständen nicht nötig wäre, oder einen Medikamentencocktail verabreicht, der eventuell toxisch ist, nur weil man Angst hat zu wenig gemacht zu haben um den Patienten zu retten. Du merkst ist schreibe mit bedacht alles im Konjunktiv. Dies alles wurde bereits berichtet, ist aber schwer nachzuweisen. Deswegen sage ich, es muss genau geprüft werden, warum und woran so viele Menschen in den Hotspots gestorben sind. Idealerweise arbeitet man dazu die Krankenakten auf und obduziert die Toten. Einfach eine Übersterblichkeit dem Virus zuzuschreiben ist faktisch falsch.
An allen deinen Argumenten ist etwas dran, und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Effekte mal mehr, mal weniger eine Rolle spielen (darüber versucht ja die New York Times auch, die Übersterblichkeit, die nicht durch Corona zu erklären ist, zu erklären).

Dass aber Corona selbst eine große "Mitschuld" trägt, ist kaum anzuzweifeln, das steht auch unter Wissenschaftlern außer Zweifel. Nur das Ausmaß ist noch nicht ganz klar.
Nils Otto
An allen deinen Argumenten ist etwas dran, und ich kann mir gut vorstellen, dass diese Effekte mal mehr, mal weniger eine Rolle spielen (darüber versucht ja die New York Times auch, die Übersterblichkeit, die nicht durch Corona zu erklären ist, zu erklären). Dass aber Corona selbst eine große "Mitschuld" trägt, ist kaum anzuzweifeln, das steht auch unter Wissenschaftlern außer Zweifel. Nur das Ausmaß ist noch nicht ganz klar.
Das sehe ich genau so. Ich behaupte auch nicht, dass Corona ungefährlich ist. Es ist eine ansteckende Krankheit, die tödlich verlaufen kann, genau wie viele andere Viruserkrankungen. Besonders Risikogruppen bedürfen daher einen besonderen Schutz, dies steht außer Frage. Im öffentlichen medialen und politischen Diskurs wird es meiner Meinung nach aber so dargestellt, als sei dieses Virus so etwas wie eine zweite Pest. Zumindest wird meines Erachtens mehr dafür getan Panik zu schüren, als zu versuchen aufzuklären. Das ist auch der Grund, warum ich diesen Channel beigetreten bin, da Hendrik meines Erachtens nach sehr gute Beiträge dazu zusammenstellt.