Über Pseudolinke, die unentwegt nach Verboten rufen und Kategorien wie das persönliche Empfinden zu Rechtsmaßstäben erheben möchten.

"Wenn durch Infantilisierung Leute zunehmend dazu erzogen werden, sich nur noch um das zu kümmern, was sie persönlich betrifft, dann ist eine Voraussetzung von Demokratie zerstört. Sie hören dann auf, politische Bürger, Citoyens, zu sein, und werden zu bloßen Bourgeois – oder ... zu Idioten."

"Statt Kinderbetreuungseinrichtungen bekamen wir das Binnen-I, statt Chancengleichheit bot man uns »diversity«, und anstelle von progressiver Unternehmensbesteuerung erhielten wir erweiterte Antidiskriminierungsrichtlinien."

"Die Kulturlinke ist der Profiteur dieser neoliberalen Ideologie. Mit ihr verschafft sie sich Distinktion. Und so sehr sie behauptet, auf Verletzlichkeiten zu achten, so großzügig zeigt sie sich andererseits, wenn es darum geht, Leute, die nicht ihrer Meinung sind, zu beschimpfen und sie, wenn nur irgendwie möglich, zu Unpersonen ... abzustempeln."

archive.is/ulTZC

4 comments

Scheinlinke als Linke zu klassifizieren, ist ein sonderbares Vorgehen. Scheingold oder Blei oder weiß der Geier was als KulturGold zu bezeichnen, ist nicht weniger absurd. Wer individuelle Befindlichkeit auf reale soziale Bodenhaftung hin abklopft, muss das Selbstgefühl als "Linker" rundweg als halluzinative Befindlichkeitskonstruktion ablehnen. Wer Biden wählt um Trump loszuwerden, ist ein Linker? Wer DieLinke wählt, obwohl sie ihn wie alle anderen Kollaborateure des Demokratiebetruges Tag für Tag entmachtet und entmündigt und demnächst die Nato feiert, ist ein Linker? Wer reale soziale Emanzipation in permanenter direkter Demokratie zum Ziel hat, der und nur der ist ein Linker! Die 'symbolprogressiven' Fanatiker, die das Eheschließungsrecht obdachloser Schwuler als das Fortschrittsparadies under the Bridge plakatieren, sind kurz vor dem Rechtsextremismus zu verorten. Dort, und nirgendwo anders. Jeder CSU-Konservative ist ein bisschen weniger rechts. Im persönlichen Umgang sind sie bereits durchweg faschistoid. Die Freiheit des Menschen von Ausbeutung und Unterdrückung ist ihnen völlig gleich [ich muss hier einfügen, sie hassen sie, weil sie persönliche Machtausübung behindert, weil sie den Missbrauch der Abhängigkeitsvarianten erschwert] solange mit Zensur, Meinungsunterdrückung und Wohlverhaltensdiktatur antidiskriminierende Sklaven-Egalite "erstritten" wird. Nichts an ihnen ist irgendwie links, und die Kultur ziemlich beschissen.
Vieles benennt er völlig zutreffend. Das verdient Unterstützung. Aber im Rahmen dieses Herrschaftssystems der erfolgreichen Demokratieverhinderung über zerstörte "Voraussetzung von Demokratie" durch Kulturlinke zu orakeln, darf nicht unwidersprochen bleiben. Es ist ... scheinlinks. Es ist... "kulturlinks". Im Klassenkampf zu verlieren, ist wohl schwer vermeidbar, sich aber dann noch auf die Zunge zu beißen zu 100%.
ok, ich bin ausgesprochen ungnädig, aber warum in aller Welt muss man ständig dieses unausrottbare Demokratiemärchen abwehren?! Wenn 83 Mio erfolgreich von der Herrschaftsausübung abgehalten werden und nur noch über die Farbe ihres Gartenzauns zu befinden haben, ist das vollumfängliche Demokratieverhinderung (Freiheitsgrade, insofern nicht auch schon beseitigt, sind davon inhaltlich sauber zu unterscheiden; jede Sklavin, die bestimmte Privilegien genießt, bleibt eine Leibeigene.). Und selbst spürbare Unterschiede im politischen Profil der antretenden Renngäule dienen über diese nachrangigen Unterschiede hinaus einzig erfolgreicher Demokratieverhindung. Die Demokratieverhinderung noch irgendwie als Demokratie zu bezeichnen, ist wahrheitswidrig und gelinder verwirrter Feigheit und feiger Verwirrtheit geschuldet. Konsequente terminologische Präzision ist eine unverzichtbare Bringeschuld. Sonst ist Vergewaltigung misslungene, fehlgeleitete, reparable Brautwerbung. Demokratieverhinderung ist Vergewaltigung. Egal wie verführerisch ins Ohr gesabbert wird.
Gut gesagt