📡 Neues Video!
📬Am 29.08. ist in Berlin die Straße des 17. Juni von freiheitsliebenden Menschen gefüllt worden, um gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zu demonstrieren. Wir haben uns für euch in das Getümmel gestürzt und den Demonstranten Fragen gestellt.
https://youtu.be/wuzNPwOdY1U
Zuerst war ich sehr erstaunt und euphorisch über die schier an Massen an Menschen die heute da waren.
Am Abend dann aber, wo wir alle vor der Bühne gestanden haben, bestärkte mich mehr und mehr das Gefühl „dies ist kein Protest, dies ist keine Revolte, dies ist ein Konzert“.
Wir standen alle passiv da und haben hinauf zu unseren Idolen/Mentoren/whatever geblickt und haben ihnen applaudiert, wenn sie genau das sagten, was wir hören wollten.
Ich gehe zwar davon aus, dass die meisten von ihnen an die richtige Sache glauben und nichts Böses im Schilde führen. Und ich bin mir auch sicher, dass ohne die ganze Arbeit der Querdenken Organisatoren, so viele Menschen zusammengekommen wären.
Aber mich besticht immer mehr das Gefühl, dass unsere Aufmerksamkeit von dem wesentlichen abgelenkt wird. Ob bewusst oder unbewusst möchte ich mir hier nicht anmaßen zu beurteilen. ABER, SO kann meiner Meinung nach kein Wandel stattfinden. Ich fühle mich irgendwie benutzt. Der Begriff „gatekeeping“ keimt immer mehr in mir auf. Besonders wenn ich Videos von anderen Demos heute sehe, wo Leute Beispielsweise versucht haben den Reichstag zu stürmen.
Ich möchte dies nicht gut heißen. Aber ich denke, ein richtiger Widerstand kann nur aus der ungelenkten und unkontrollierten Wut des Volkes entstehen.
Außerdem glaube ich ebensowenig, dass die Eliten es zulassen würden, so eine große Masse an Menschen einfach machen zu lassen. Wenn ich jemand mit Macht wäre, dann würde ich alles daran setzen, diese Massen zu lenken.
Ich bin hin und her gerissen und weiß nicht was ich von dem heutigen Tage halten soll.
Für mich geht der Widerstand weiter und ich werde mich weiter daran beteiligen. Aber ich werde zu keinem mehr hinaufsehen und warten, bis er mir sagt was zu tun ist.
Auf einer Demo gegen die Coronamaßnahmen die Teilnehmer als Organisator anzubrüllen, sie sollen doch die Mindestabstände einhalten, lassen mich auch sehr stark zweifeln.
Zum Schluss ein Zitat von Georg Schramm: „Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht“.