Es gab Zeiten, da bin ich schon um 7 Uhr ins Büro gegangen, damit ich wenigstens noch 2 Stunden ungestört arbeiten konnte, bevor um 9 Uhr die Meetings begannen und die dauerten meist bis 15 Uhr. Man wird dann in den Meetings natürlich gefragt, warum es keinen Projektfortschritt gibt und nur die wenigsten trauen sich, zu sagen, daß nach den ganzen Meetings keine produktive Arbeitszeit mehr übrig geblieben ist. Die meisten resignieren, finden sich mit der Situation ab und machen massive unbezahlte Überstunden, um in den Meetings bestehen zu können. Das ist das Ziel: Der Mitarbeiter soll bis spätabends im Büro bleiben und keinen Privatinteressen mehr nachgehen. Es gibt mehrere Varianten dieser Strategie, das Ziel ist immer, zu verhindern, daß der Mitarbeiter Feierabend macht.