*Antifas* als Putztruppe für autoritäre Durchregierer wie Merkel, Spahn und Söder?

"Der Schweigemarsch richtet sich unter dem Motto „Alles ist gesagt“ gegen die anhaltende Diskursverweigerung der Regierung und weiter Teile der Medien, fordert eine kritische, offene Auseinandersetzung mit den Corona-Maßnahmen – ein Ansinnen, dass in einer Demokratie eigentlich unverdächtig sein sollte."

"Mein Eindruck zu den TeilnehmerInnen: Eine bunte Mischung, alte, junge, bürgerliche, hippe, unauffällige, hippieeske, legere, langhaarige, lockige, akademisch, proletarische…. ... Mein subjektiver Eindruck vor Ort war eindeutig der, dass dies alles war, aber keine Nazidemo."

"Die Mobilisierung und das Framing der Demo als Nazi- und Verschwörermarsch zuvor war immens. Schon auf der Bornholmer Brücke standen die ersten jugendlichen Antifas, mit Trillerpfeifen, Töpfen und laut „Nazis raus“ skandierend – ... totale Diskussionsverweigerung – ein Umstand, der uns die restliche Demo begleiten sollte."

"Auf der Bornholmerstraße wurde es dann wild. Trillerpfeifen, Töpfeklappern, teils Musik und Lautsprecherdurchsagen von Balkonen, eine Gegendemonstrantin hupte wie wild in ihrem Auto am Straßenrand. Schilder, Transparente, Höllenlärm. Eine meiner Begleiterinnen – eine eingefleischte Linke - versuchte immer wieder, mit Gegendemonstranten ins Gespräch zu kommen: Abwehr, Aggression, Diskursverweigerung."

"Ab der Ecke Schönhauser begleitete dann ein ganzer Zug Gegendemonstranten permanent die Demo, aggressive, teils hasserfüllte Stimmung, Lärm, Tröten, Stinkefinger, pauschal diffamierende Plakate, „Haut ab“- und „Ihr marschiert mit Nazis und Faschisten“-Sprechchöre (um Aerosole und Mindestabstand hat sich da natürlich keiner geschert…), ich habe gesehen, wie auf Leute gespuckt worden ist, einem älteren Mann wurde der Regenschirm entrissen und in die Menge geschleudert… Meine BegleiterInnen und ich kamen uns vor wie in einem surrealen Film, eine albtraumhafte Realsatire. ... Keiner von uns hatte auch nur entfernt den Eindruck, hier „mit Nazis und Faschisten zu marschieren“; sollte es dort überhaupt welche gegeben haben, waren sie es, die umgekehrt mit der überwiegenden Mehrheit der vielen anderen „marschiert“ sind. Und dieser Marsch war friedlich, die Leute ließen sich überwiegend nicht provozieren, die meisten trugen Masken, Abstände wurden eingehalten. ... Während vor ein paar Tagen die Demo gegen die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes von der Staatsmacht resolut weggekärchert wurde, hatte die Polizei heute alle Hände voll zu tun, die Schweigemarschierer vor einem aggressiven Mob (der Begriff entspricht leider genau dem, was ich erlebt habe) zu schützen."

"Es steckt mir ehrlich gesagt noch ganz schön in den Knochen. Selten habe ich was surrealeres erlebt. Nicht nur die schiere Aggressivität, das gnadenlose Framing jeglicher Kritik an den Maßnahmen als „rechts“, die Diffamierung anderer Ansichten, die Schwarz-Weiß-Malerei, die Diskursverweigerung. Vielmehr frage ich mich nach diesem Tag wie es dazu kommen konnte, dass ausgerechnet die radikale Linke, die Antifa als Putztruppe für autoritäre Durchregierer wie Merkel, Spahn und Söder oder Angstschürer wie Drosten, Wiehler und Lauterbach durch die Straßen zieht und alles niederbrüllt, was in punkto Corona irgendwie nach Staatskritik riecht?"

"Eines kann ich sagen: Die Lehre von heute für uns vier, die wir auf dem Schweigemarsch waren, heißt: Vernetzen, reden, überzeugen. Vielleicht mit Diffamierung und Anfeindung leben. Manchmal vielleicht auch neue Freunde suchen. Aufgeben kann es auf jeden Fall nicht sein. Denn was man heute wie im Brennglas beobachten konnte, war eine Spaltung und Atomisierung von Gesellschaften und Gruppen, der Traumzustand für die neoliberale Restumkrempelung der Welt. ... Der heutige Tag war ein voller Punktsieg für die neoliberalen Umgestalter, Nutznießer und Trittbrettfahrer der gegenwärtigen Krise."

archive.is/N5gHW

4 comments

Realitätsnah, leider! Vor allem hinsichtlich der Gesprächsbereitschaft selbsterklärter Nazijäger.
Gustav
"Nazi" ist heutzutage der universallbegriff für alles und jeden der anders oder oppositionell denkt.

Auch die DDR nannte sich "antifaschistischises bollwerk".
Es sind einfach gesagt neo-kommunisten die hand in hand mit dem kapital marschieren.
Hammer, was hier passiert. Man ist geneigt, dagegen halten zu wollen, aber gegen diese staatlich alimentierten Stoßtruppen des Regimes gibt es wenig intelligente Mittel. Eine totale Protonenumkehr im Meinungskorridor. Wer schreit hat Recht. Diskussion ist Schwäche. Wenn Viele das Selbe brüllen, ist das Schutz und verkündet Wahrheit.
Dieses Land wird gerade auf dem Le Bon‘schen Altar des Totalitarismus geopfert. Die tumbe Masse wird tumb gehalten, neu hier, sie radikalisiert sich noch. Urängste werden geschürt. Furcht vorm und Hass auf‘s Anderssein wird instrumentalisiert.
Entweder gibt es hier BALD ein großes Erwachen, oder dieses Land und seine zu 87 % obrigkkeitshörige, kulturvergessene, lemminghafte Bevölkerung, wird auf lange Zeit, wenn nicht final, UNTERGEHEN. Das Dumme ist nur. Der Deutsche hat nicht die Tendenz, still unterzugehen. Er wird, wie im Rausch, der ganzen Welt seine Denke und seine Art zu sein überstülpen wollen. Am Deutschen Un-Wesen ist noch immer die Welt genesen. Es gibt sie, diese tief verwurzelte Sehnsucht nach Beherrschung und Totalitarismus.
Impfbanause
IMMER fragen ob die jeweiligen Versammlungen angemeldet sind. Wenn nicht = sofort vor Ort Strafanzeige gegen jeden Teilnehmer stellen. Nimmt die POLIZEI die Strafanzeigen nicht auf = nach namen und Dienststelle des Beamten fragen und ihn wegen Strafvereitelung im Amt und Billigung von Straftaten anzeigen!