Telegram-Gründer verhaftet: Ein Kommentar von russischem Ex-Präsident Medvedev Zitat Medvedev:
Ich hatte Durov vor einiger Zeit mal gefragt, warum er nicht mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeite. "Das ist meine prinzipielle Position", war seine Antwort. "Dann wirst Du in jedem Land ernsthafte Probleme bekommen", meinte ich zu ihm.
Er glaubte, die größten Probleme in Russland zu haben. Also verließ er Russland und erwarb später Staatsbürgerschaften bzw. Aufenthaltsgenehmigungen in anderen Ländern.
Er wollte ein genialer "Weltbürger" sein, der völlig ohne sein Mutterland leben kann. Ubi bene ibi patria! [Wo es schön ist, ist Heimat]
Er hat sich verkalkuliert. Für alle unsere bekannten Feinde ist er einfach nur ein Russe - und deshalb unberechenbar und gefährlich.
Jemand mit ganz anderem Blut. Sicherlich niemand wie Musk oder Zuckerberg (die, nebenbei bemerkt, aktiv mit dem FBI zusammenarbeiten).
Durov sollte schließlich erkennen, dass Dein Mutterland, ebenso wie das Zeitalter, in dem Du lebst, keine Frage der freien Wahl sind.
Zitatende
Übersetzung aus dem Englischen: Hans U. P. Tolzin
Mein persönlicher Kommentar:Nun, ich denke, man hätte ihn auch verhaftet, wenn er nicht russischer Herkunft wäre, um vor allem den freien Fluss von Informationen über Telegram zu stoppen. Aber angesichts der Russophobie der westlichen Regierungen war das sicherlich ein Sahnehäubchen für die Verantwortlichen.
Ansonsten: Strafverfolgungsbehörden sind
nicht ausschließlich Werkzeuge der Unterdrückung von oppositionellen Stimmen, sondern haben auch legitime Aufgaben. Falls Durov wirklich
grundsätzlich, also auch in gut begründeten Fällen, nicht mit den Behörden zusammenarbeitet, dann hat das irgendwie auch ein G'schmäckle.
Quelle:
https://t.me/medvedev_telegramE/21