Dirk Pohlmann:
Ich glaube mittlerweile, es hat keinen Sinn mehr mit Leuten zu diskutieren, die die Ausdrucks und Meinungsfreiheit abschaffen wollen. Sie sind es, die Karl Popper gemeint hat, als er davon sprach, dass es keine Toleranz für Feinde der Toleranz geben kann.
Diese Politiker müssen entmachtet und aus der Öffentlichkeit entfernt werden. Sie sind Feinde der Demokratie. Bereits ihr diktatorischer Versuch ist widerlich genug.
Übrigens war der Buchstabe "Z" schon einmal verboten. In der Obristen-Militärdiktatur der 70er Jahre in Griechenland. Z bedeutet "Er lebt" und war der Titel eines Films von Costa Gavras (Ich verneige mich) ein Meisterwerk des politischen Films und tatsächlich für mich unauslöschlich, der Film, mit dem mein Erwachsenenalter begann.
Im Abspann des Films, dessen Ende bereits Grund genug ist (!), ihn anzugucken, einfach genial, erfahren wir, was die faschistische griechische Militärdiktatur nach ihrem Putsch, der -natürlich, wie immer- mit freundlicher Unterstützung der NATO stattfand, alles verbot:
Lange Haare bei Männern, Miniröcke, Sophokles, Tolstoi, Euripides, das Gläserwerfen nach Trinksprüchen, Streiks, Aristophanes, Ionesco, Sartre, Albee, Pinter, Pressefreiheit, Soziologie, Beckett, Dostojewski, Popmusik, Volksmusik, moderne Mathematik und den Buchstaben „Z“.
Denn Im Griechischen bedeutet Ζεί, gesprochen Zi, „er lebt“. Der Buchstabe Z wurde von den Anhängern des dissidenten linken Politikers Lambrakis nach dessen Ermordung durch Faschisten als Parole benutzt.
Ich rufe also dazu auf, erneut den Buchstaben Z als Symbol gegen Faschisten und Neonazis zu verwenden.
Egal ob sie sich in deutschen Parlamenten herumtreiben, in den mit ihnen befreundeten und von ihnen unterstützten Asow-Nazi-Battalionen oder in der NATO selbst, die eigentlich immer auf der Seite der Faschisten tätig war, wenn die irgendwo regieren wollten.
https://www.sueddeutsche.de/politik/konflikte-duesseldorf-cdu-und-spd-politiker-fordern-verbot-von-z-symbol-in-nrw-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220326-99-682738