Dieter Nuhr traut sich nicht nur den Klimawahn zu kritisieren, sondern ist offenbar auch ein Freund der Marktwirtschaft.

"Wenn rechts als wirtschaftsliberal interpretiert wird, dann habe ich hohe rechte Anteile, weil ich glaube, dass die Marktwirtschaft geeignet ist, die Probleme der Menschen besser zu lösen als die Planwirtschaft. Das sieht man gerade in Berlin wieder, wo versucht wird, das Wohnungsproblem planwirtschaftlich zu lösen, was furchtbar in die Hose geht. Dass mir vorgeworfen wird, dass ich rechts bin, das hat natürlich nur eine Funktion: eine unbequeme Stimme mundtot zu machen. Diese dämliche Etikettierung dient nur der Diskreditierung. Ich lehne weder den Umweltschutz ab noch den Sozialstaat. Das ist auch völlig albern, ich meine, dafür muss man auch wahnsinnig sein.
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Böhmermann macht seine Witze exakt dem politischen Zeitgeist entsprechend, während meine diesem Zeitgeist oft widerstehen oder sich ihm widersetzen. Das ist der einzige Unterschied. Gerade durch meine Unabhängigkeit bin ich halt für viele auch ein Feindbild. Während der Glaube weit verbreitet ist, man habe die Lösung, die Wahrheit. Und jeder, der sich dem widersetze, sei nicht andersdenkend, sondern einer, der sich der Wahrheit widersetze. Das trägt quasireligiöse Züge. Dass man sich der Erlösung widersetzt, wird ungern gesehen bei Gläubigen. Das ist rechts aussen wie links aussen exakt so.
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Davon abgesehen sind natürlich auch viele Ziele der Grünen nicht mehr meine Ziele, ganz viele Kleinbereiche, die von Fundamentalismus geprägt sind, von Kollektivismus. Die Grünen sind die Partei, die am meisten versucht, durch Verbote politisch zu lenken. Damit toppen sie alle anderen. Ich kann auch gar nicht begreifen, wieso die Grünen bei uns immer noch als liberale Partei wahrgenommen werden. Das Gegenteil ist der Fall.
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[Dass in Deutschland Gesinnung und Moral den Humor ersetz haben] glaube ich auch, dass wir langsam, aber sicher wieder in diese gesinnungspolizeiliche Ecke hineingeraten. Das war immer dann der Fall, wenn es um Heilsideologien, um Wahrheiten ging. Der Klimawandel ist jetzt ein Thema.
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Das Klima ist totalitärer geworden, das glaube ich schon, das empfinde ich so. [...] Ich bin ja jemand, der versucht, hysterische Reaktionen immer wieder sofort zu hinterfragen. Und auch das ist in Deutschland schwierig im Moment, weil eigentlich alle wichtigen Themen in Deutschland erstaunlich wenig mit dem Verstand, erstaunlich viel mit Hysterie behandelt werden.
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Ich habe Meinungsfreiheit früher für eine linke Forderung gehalten. Heute weiss ich, dass es bei Linken in den meisten Fällen immer nur um die Freiheit der eigenen Meinung ging."

https://www.nzz.ch/amp/feuilleton/kabarettist-dieter-nuhr-alle-wichtigen-themen-werden-in-deutschland-erstaunlich-wenig-mit-dem-verstand-und-erstaunlich-viel-mit-hysterie-behandelt-ld.1538949

3 comments

@remainUnderground so sehe ich es auch
JSK B
Ach wie schön es doch ist, seine eigenen Narrative immer und immer wieder selbst zu bestätigen, und damit meine ich nicht Dieter Nuhr.
Ist wie bei der Falschbehauptung ein Gericht hätte geurteilt und jetzt dürfe man ihn (Höcke) einen Faschisten nennen. Jeder plappert diese Lüge nach und kommt sich dabei großartig vor.
Respekt, vielleicht fange ich wieder an ihn zu mögen