Bürgermeisterin Lori Lightfoot will nicht mit weißen Journalisten reden

Es ist ein Traum, wie ihn sich nur Diktatoren erfüllen können: Handverlesene Journalisten, die sich an der Sonne des großen Führers wärmen dürfen.

Oder einer Führerin.

Lori Lightfoot, schwarze Bürgermeisterin von Chicago, will nur noch mit schwarzen Reportern reden. Sie habe keine Zeit, weißen Journalisten die «Tücken unausgesprochener Vorurteile» zu erklären: «Das ist nicht mein Job.»

Offen ist, ob schwarze Heteros in den Genuss eines Interviews mit der bekennenden Lesbe kommen, deren Wahl zur Chefin seiner Heimatstadt Barack Obama bejubelte. Vorläufig outet sich Frau Lightfoot lediglich als Rassistin.

Rassist ist, wer über einen Menschen allein aufgrund seiner Hauptfarbe richtet. Deshalb träumte Martin Luther King, dass seine Kinder einmal «nicht nach ihrer Hautfarbe sondern nach ihrem Charakter beurteilt» werden.

Pech gehabt. Der legendäre Bürgerrechtler passt so gar nicht in die Zeit des neuen, schwarzen Rassismus, wo wieder nur die Pigmente zählen, und nicht der Charakter.

Aber an dem mangelt es Lori Lightfoot offenbar.

2 comments

Peter Ziems
gelebter Alltagsrassismus. die Nummer umgekehrt da wäre wieder was los im Blätterwald.
An Arroganz nicht zu überbieten.