Der G7-Gipfel in Cornwall zeigte vor allem eins: Europa spielt fĂĽr die USA nur noch eine Nebenrolle

Mit sechs Vertretern (allein fünf aus der EU) stellen die Europäer die Mehrheit in den G7. Doch zu sagen haben sie unter Joe Biden weniger als unter seinen Vorgängern. In Cornwall gaben die Pazifik-Anrainer USA, Kanada und Japan Ton und Thema an, verstärkt um Südkorea, Indien und Australien.

Die Transatlantiker mögen sich kindisch freuen, dass Bidens erste Auslandsreise nach Europa führte. Doch auf der Tagesordnung stand ein anderes Thema: China.

Die Europäer degradiert Biden zu Hilfs-Sheriffs. Sie halten ihm den Rücken frei, wenn der US-Marshal zum Showdown nach Dodge City reitet.

Nicht nur verbal plappern sie Amerikas martialische Töne nach. Ihren Investitionspakt mit Peking – Herzensprojekt von Europas Domina Angela Merkel – kippten sie ohne einen Mucks.

Britanniens Ex-Premier Tony Blair verhöhnte man wegen seiner Nibelungentreue als George Bushs Pudel. Um Bidens Füße wuselt ein ganzes europäisches Pudel-Rudel.

Sitz, Platz, mach Männchen – Herrchens Achtung erringt man damit nicht.

2 comments

Der weitere Niedergang Europas ist für mich ausgemachte Sache. Das mag sich ein Prof. David Engels (den ich immer gerne lese) anders wünschen. Aber die Zerstörung Deutschlands im dreizigjährigen Krieg des vergangenen Jahrhunderts hat Folgen.
Leider hat auch die AfD dem nichts entgegenzusetzen, irrt planlos durch die Zeit, ohne Ideen, Visionen und Konzepte, welche auch Begeisterung bei einer Mehrheit der Bürger auszulösen vermögen. Lieber schwadroniert Gauland über den Hitler-Stalin-Pakt. Letzteres kann man machen. Ich meine aber, wir haben derzeit andere Probleme.