Nahost-Konflikt - Das eigentliche Problem: Ein persönlicher Kommentar
(Hans U. P. Tolzin) Ich hatte heute einen Traum, der mich sehr bewegt hat. Er betraf den Nahostkonflikt und das Risiko eines Dritten Weltkriegs. Ich sah während des Traums als einzigen Ausweg aus dem Konflikt eine Versöhnung zwischen Palästinensern und Israelis - trotz all dem Leid. Oder gerade deswegen?
Die Unversöhnlichkeit beider Seiten scheint jedoch unüberwindbar und mit jedem vergehenden Tag zu wachsen.
Wo aber, fragte ich mich, sind denn die Volksbewegungen unter den Palästinensern auf der einen und auf der israelischen auf der anderen Seite, die sich um Versöhnung ringen? Besteht der einzige Ausweg denn wirklich im Völkerbrand oder dem Vertreiben entweder des einen oder des anderen Volkes?
Ich sehe derzeit keine Versöhnungsbemühungen. Oder gibt es sie und in unseren „Qualitätsmedien“ wird bloß nicht davon berichtet? Wüsste ich von solchen Initiativen, würde ich sehr gerne darüber berichten. Wer kann mir weiterhelfen?
Ich empfehle hierzu das Buch "Rise and Kill first" von Ronen Bergman, das die politische Strategie Israels repräsentiert und dazu den Gedanken, dass weder ein Verhandlungsfrieden noch sogar ein Sieg zu den Zielen Israels zählen. Der Gedanke eines wie auch immer gearteten Ausgleichs hat in Israel nur eine winzige Minderheit an Anhängern wohingegen die Rechtfertigung der Tötung von Zivilisten bis in die deutschen Talkshows vertreten wird, z.B. durch den 'Historiker' Wolfsohn.
Es fällt mir schwer zu glauben, dass die überwältigende Mehrheit der Israelis nicht friedensfähig ist. Aber danke für den Buchtip!
Rudolf Bitschnau
Zu den Namen Rami und Bassam: Der Buchtitel lautet: Apeirogon. von Colum McCann bei rororo erschienen. Am 15.10. um 19 Uhr trafen die beiden zum Gespräch ein im Goetheanum (übertragen im goetheanum.tv)
"Nicht friedensfähig" ist noch mehr als ich in den Raum stellen wollte. Ich meine "nicht friedenswillig" bezogen auf einzelne. Auf den Staat bezogen, kann das natürlich "nicht friedensfähig" bedeuten.
Der Gedanke eines wie auch immer gearteten Ausgleichs hat in Israel nur eine winzige Minderheit an Anhängern wohingegen die Rechtfertigung der Tötung von Zivilisten bis in die deutschen Talkshows vertreten wird, z.B. durch den 'Historiker' Wolfsohn.
bei rororo erschienen.
Am 15.10. um 19 Uhr trafen die beiden zum Gespräch ein im Goetheanum (übertragen im goetheanum.tv)