Nahost-Konflikt - Das eigentliche Problem:
Ein persönlicher Kommentar

(Hans U. P. Tolzin) Ich hatte heute einen Traum, der mich sehr bewegt hat. Er betraf den Nahostkonflikt und das Risiko eines Dritten Weltkriegs. Ich sah während des Traums als einzigen Ausweg aus dem Konflikt eine Versöhnung zwischen Palästinensern und Israelis - trotz all dem Leid. Oder gerade deswegen?

Die Unversöhnlichkeit beider Seiten scheint jedoch unüberwindbar und mit jedem vergehenden Tag zu wachsen.

Wo aber, fragte ich mich, sind denn die Volksbewegungen unter den Palästinensern auf der einen und auf der israelischen auf der anderen Seite, die sich um Versöhnung ringen? Besteht der einzige Ausweg denn wirklich im Völkerbrand oder dem Vertreiben entweder des einen oder des anderen Volkes?

Ich sehe derzeit keine Versöhnungsbemühungen. Oder gibt es sie und in unseren „Qualitätsmedien“ wird bloß nicht davon berichtet? Wüsste ich von solchen Initiativen, würde ich sehr gerne darüber berichten. Wer kann mir weiterhelfen?

16 comments

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Saphira
Auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv setzt sich für Frieden und Versöhnung ein.
Ich empfehle hierzu das Buch "Rise and Kill first" von Ronen Bergman, das die politische Strategie Israels repräsentiert und dazu den Gedanken, dass weder ein Verhandlungsfrieden noch sogar ein Sieg zu den Zielen Israels zählen.
Der Gedanke eines wie auch immer gearteten Ausgleichs hat in Israel nur eine winzige Minderheit an Anhängern wohingegen die Rechtfertigung der Tötung von Zivilisten bis in die deutschen Talkshows vertreten wird, z.B. durch den 'Historiker' Wolfsohn.
Rudolf Bitschnau
Zu den Namen Rami und Bassam: Der Buchtitel lautet: Apeirogon. von Colum McCann
bei rororo erschienen.
Am 15.10. um 19 Uhr trafen die beiden zum Gespräch ein im Goetheanum (übertragen im goetheanum.tv)
Hans U. P. Tolzin
Es fällt mir schwer zu glauben, dass die überwältigende Mehrheit der Israelis nicht friedensfähig ist. Aber danke für den Buchtip!
"Nicht friedensfähig" ist noch mehr als ich in den Raum stellen wollte. Ich meine "nicht friedenswillig" bezogen auf einzelne. Auf den Staat bezogen, kann das natürlich "nicht friedensfähig" bedeuten.
Diese aktuelle ARTE-Doku aus 2024 gibt die Antwort, weshalb der Völkermord weitergehen wird, bis ein Gross-Israel errichtet ist:
https://youtu.be/VcJ1l_eUZDQ?feature=shared
Der Krieg findet zwischen den kriegswilligen/machthungrigen/ideologiegläubigen gegen die friedwilligen Menschen statt. Aber die mediale Öffentlichkeit berichtet über die Gegnerschaft zwischen Ländern, weil so das Narrativ sein soll. Und jeder soll eine Seite wählen und sich dafür entscheiden. Kommt das irgendwie bekannt vor? ;-)

Israel: mehrfache Proteste für die Freilassung der Geiseln "bring them home now" und für Friedensverhandlungen, gegen die Regierung empfinde ich als Friedenswille.

Palästina: Mal davon abgesehen, dass dort andere Prioritäten herrschen, bitte einfach den liberalen/kritischen oder Ex-Muslimen einfach mal zuhören und evtl. auch mal eine Stimme geben. Es gibt davon einige auf X. Weiter unten ein Podcast mit einem Friedensaktivisten aus Gaza und was bei deren Protesten schief ging. Friedensaktivist Hamza @HowidyHamza auf X
Podcast von Yasmine Mohammed, auch auf X.👇