In den Kommentarspalten wird vergleichsweise intensiv über die gestrige Veranstaltung in Zwönitz diskutiert, oft auch von Menschen, die nicht dort gewesen sind. Dazu ein paar Fakten.
- Zu Höchstzeiten dürfte die offizielle Maximalteilnehmerzahl von 700 erreicht worden sein. Davon waren etwa 200 Personen aus dem Umfeld des Bürgermeisters, die brav mit Maske einstudierte Choreographien an der Bühne durchführten. Der Rest stand auf der anderen Straßenseite, masken- und abstandsfrei. Dass die Polizei nicht eingegriffen hat und im Nachgang behauptet, es hätte keine Ordnungswidrigkeiten gegeben, zeigt, dass es wohl die Order gab, das Fest friedlich verlaufen zu lassen und bei Regelüberschreitungen wegzusehen. Das ist prinzipiell gut, in der Folge wird man aber nun die Ungleichbehandlung der Montagsspaziergänge noch besser verdeutlichen können.
- Ein Spaziergang war offenbar zu keinem Zeitpunkt geplant, angesichts des riesigen Aufgebotes von etwa 300 Polizisten war das Umfeld ohnehin abgeriegelt. Dafür spazierten die Bürger ungestört am Sonntag.
- Während woanders über Kontaktreduzierung gesprochen wird, musste sich der Zwönitzer Bürgermeister dem Druck beugen und ein Fest veranstalten, bei dem (fast) jedem gezeigt wurde, dass Corona in den Köpfen der Menschen nicht mehr existiert. Natürlich wollte er damit die Gemüter beruhigen, letztendlich trägt ein solches Fest aber dazu bei, die massenhafte Überschreitung der Coronaverordnung zu normalisieren.
- Um diese massenhafte Normalisierung des Regelübertrittes optisch noch stärker zum Ausdruck zu bringen, hätten mehr Bürger vor Ort der Sache noch gut getan. Leider wurde bereits im Vorfeld in den Kommentarspalten behauptet, es wäre eine "Anti-Rechts-Veranstaltung" o.ä., obwohl dort keine politischen Inhalte vorgetragen wurden. Vielmehr war auch dieses Fest Ausdruck eines Bürgermeisters, der zum Getriebenen geworden ist und es jedem recht machen möchte - in dem Fall seinen Bürgern, die keine Lust auf den Coronawahnsinn mehr haben. Eine solche Imageveranstaltung ist immer das, was draus gemacht wird. Seine Bilder kriegt der Bürgermeister auch mit 100 Personen und einer guten Kameraperspektive. Bilder von Freiheit zu erzeugen, ist dagegen eine Gemeinschaftsaufgabe, für die es mehr Bürger braucht.
Auch, wenn das Rahmenprogramm vergleichsweise lahm war und - selbst unter normalen Umständen - für ein Volksfest niemanden mitgerissen hat, sind Bilder von vielen friedlich feiernden Menschen ein Kontrast zur Isolierungspolitik der Regierung und damit zu begrüßen. Und nächsten Montag wird sich der Bürgerprotest wieder die Straße nehmen - durch die mediale Aufmerksamkeit der letzten Tage dürften noch mehr Menschen sensibilisiert worden sein.FREIE SACHSEN:
@freiesachsen
Nichts mit Aussöhnung oder Fortschritt, es kam höchstens zwei Lager und wir waren ohnmächtig.
Sie war sehr schön organisiert und viele verstehen eben nicht unsere Tradition.
War nicht mit dabei da ich mich noch auskurieren muss vom Samstag in Madeburg und Blasen an den Füssen habe.
Ich stehe voll und ganz zu euch und unserer Heimat dem Erzgebirge.
Wohne nur 15km von Zwönitz entfernt in SZB.
https://top20radio.tv/
@Roland, [01.06.21 08:08]
[ Bild ]
Hier kann man dann zur vollen Stunde die interessanteren Nachrichten auf dem PC hören