Puh, endlich! Das hat lange gedauert!🤣🤣🤣🤣

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Oliver
Der riesige Rosa Elefant mitten im Raum wird weiterhin ignoriert.
Edward ❌ Snowden
HD abgewendet, noch rechtzeitig selbstzensiert. Schere im Kopf macht schnippschnapp.
Christian
Weitere Ignoranz der Probleme stärkt die einzig richtige Partei, also nur weiter so💙
Was für Moslemschwanzlutscher.
Michael
Weltklasse
Wenke
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Mal nachgedacht, oder: Auf der Spur eines Paradoxons.

Der Begriff Antisemitismus oder Antisemit ist ja nicht neu. Aber was bedeutet er eigentlich, wenn man die Worte auseinandernimmt und einzeln genau betrachtet? „Anti“ dürfte eigentlich klar sein. Ansonsten laut Definition: „Anti“ drückt in Bildungen mit Substantiven oder Adjektiven eine gegnerische
Einstellung gegenüber einer Person oder Sache, eine ablehnende Haltung gegen jemanden oder etwas aus.

Soweit, so gut. Aber dann wird es seltsam. Die Definition zu Semitismus ist etwas schwammig und wird oft als unscharfe Bezeichnung für die Juden als Volk, unabhängig von der Religion, angegeben. Aber auch unter sprachwissenschaftlichen Aspekten: Anleihe an Konstruktions- oder Ausdrucksweisen, wie sie in semitischen Sprachen üblich ist.

Letzteres führt damit also zur Frage, was sind denn
eigentlich Semiten? Hier ist folgendes zu lesen: Zu den Semiten zählen die Amharen, Tigrinya, Araber, Hyksos, Malteser, Minäer, Sabäer, Amoriter, Ammoniter, Akkader/Babylonier/Assyrer/Aramäer, Hebräer, Kanaaniter, Moabiter, Nabatäer, Phönizier und Samaritaner. Die Semiten im sprachwissenschaftlichen Sinne sind mit den Nachkommen Sems der Bibel nicht völlig identisch.

Uups, Araber sind auch Semiten? Und was lese ich da an anderer Stelle? „Die Palästinenser sind ein arabisches Volk. Als solche galten ursprünglich alle Bewohner im gesamten Völkerbundsmandat für
Palästina. Heutzutage werden vor allem die arabischsprechenden Bewohner des
Westjordanlandes und des Gazastreifens sowie deren in anderen Ländern lebende Angehörige als Palästinenser bezeichnet.“

Nun bin ich völlig verwirrt. Antisemiten bestehen also auch aus Semiten, nur anders? Es lebe die exakte Sprache.
Sick Boy
Nein, es lebe die politische Korrektheit. Man dreht sich eben um 360 Grad. 🤦🏿‍♂️
Marvin
Wer da wohl geklopft hat?!
Womofan
Rückradlose Schleimer
Christian
Ich kann nicht mehr
Gisela
Darauf habe ich gewartet...
❌ Rick Deckard
Sehr gut! Was ist jetzt Schuld? Klimawandel, Putin, Trump und die AfD, wie es sich gehört?! 🤣
Wurde aber schon höchste Eisenbahn, mein Meldefinger war schon am zucken. 🙄
Womofan
Rückradlose Schleimer
"Rückgrat", okay es ist ein schwieriges Wort.
Michel v. Ojje
Mal nachgedacht, oder: Auf der Spur eines Paradoxons. Der Begriff Antisemitismus oder Antisemit ist ja nicht neu. Aber was bedeutet er eigentlich, wenn man die Worte auseinandernimmt und einzeln genau betrachtet? „Anti“ dürfte eigentlich klar sein. Ansonsten laut Definition: „Anti“ drückt in Bildungen mit Substantiven oder Adjektiven eine gegnerische Einstellung gegenüber einer Person oder Sache, eine ablehnende Haltung gegen jemanden oder etwas aus. Soweit, so gut. Aber dann wird es seltsam. Die Definition zu Semitismus ist etwas schwammig und wird oft als unscharfe Bezeichnung für die Juden als Volk, unabhängig von der Religion, angegeben. Aber auch unter sprachwissenschaftlichen Aspekten: Anleihe an Konstruktions- oder Ausdrucksweisen, wie sie in semitischen Sprachen üblich ist. Letzteres führt damit also zur Frage, was sind denn eigentlich Semiten? Hier ist folgendes zu lesen: Zu den Semiten zählen die Amharen, Tigrinya, Araber, Hyksos, Malteser, Minäer, Sabäer, Amoriter, Ammoniter, Akkader/Babylonier/Assyrer/Aramäer, Hebräer, Kanaaniter, Moabiter, Nabatäer, Phönizier und Samaritaner. Die Semiten im sprachwissenschaftlichen Sinne sind mit den Nachkommen Sems der Bibel nicht völlig identisch. Uups, Araber sind auch Semiten? Und was lese ich da an anderer Stelle? „Die Palästinenser sind ein arabisches Volk. Als solche galten ursprünglich alle Bewohner im gesamten Völkerbundsmandat für Palästina. Heutzutage werden vor allem die arabischsprechenden Bewohner des Westjordanlandes und des Gazastreifens sowie deren in anderen Ländern lebende Angehörige als Palästinenser bezeichnet.“ Nun bin ich völlig verwirrt. Antisemiten bestehen also auch aus Semiten, nur anders? Es lebe die exakte Sprache.
An sich eine gute These und Gedanken. Das Wort Antisemitismus wurde von Wilhelm Marr Ende 1800 etabliert. Er als Journalist war der Ansicht, die Juden würden die deutsche Kultur zerstören. (Ähnlichkeiten zu Islamisten heute?)
Es hat zwar den Semit als Wort in sich, meint damit aber nicht die Semiten.

Meine Persönliche Einschätzung: Er meint damit eben grob den Nah-Ost Bereich wie auch Israel.
Ob diese jetzt stimmt kann ich nicht sagen, da den Juden das Land erst nach dem zweiten Weltkrieg offiziell zugesprochen wurde.

Ob die Juden tatsächlich eine Gefahr für die deutsche Kultur Ende des 1900. Jahrhunderts war und die NSDAP damit an die Macht verhalf können leider nur Augenzeugen sagen.

Leider stirbt die Geschichte und wiederholt sich dann.
Noah
An sich eine gute These und Gedanken. Das Wort Antisemitismus wurde von Wilhelm Marr Ende 1800 etabliert. Er als Journalist war der Ansicht, die Juden würden die deutsche Kultur zerstören. (Ähnlichkeiten zu Islamisten heute?) Es hat zwar den Semit als Wort in sich, meint damit aber nicht die Semiten. Meine Persönliche Einschätzung: Er meint damit eben grob den Nah-Ost Bereich wie auch Israel. Ob diese jetzt stimmt kann ich nicht sagen, da den Juden das Land erst nach dem zweiten Weltkrieg offiziell zugesprochen wurde. Ob die Juden tatsächlich eine Gefahr für die deutsche Kultur Ende des 1900. Jahrhunderts war und die NSDAP damit an die Macht verhalf können leider nur Augenzeugen sagen. Leider stirbt die Geschichte und wiederholt sich dann.
Vielen Dank für die sinnige und durchdachte Antwort. So etwas findet man auch nicht alle Tage. Auf der Suche nach dem Ursprung, war auch ich an Wilhelm Marr vorbei gestreift, habe ihn aber aus mehreren Gründen nicht tiefer miteinbezogen. Denn er hat, soweit es seine Biographie hergibt, den Begriff Antisemitismus zu seiner Zeit, als er den Anarchismus im deutschen Sprachraum propagierte
und radikaldemokratische Positionen vertrat, nur etabliert. Er war aber nicht der eigentliche Wortschöpfer.

Die linguistische Wortschöpfung verliert sich aber immer mehr, je weiter man in die Zeit Martin Luthers reist und darüber hinaus. Auch bleibt zu hinterfragen, ob der Begriff Antisemitismus überhaupt eine deutsche Wortschöpfung ist oder nur ein Übersetzungsprodukt. Denn, im Gegensatz zu deutschen Enzyklopädien, was mit Sicherheit mit der kaschierten Schulgeschichtsschreibung zu tun hat, gehen da englische Werke viel weiter zurück in die Vergangenheit. Ich zitiere mal aus einer Übersetzung ins Deutsche:

„Obwohl der Begriff "Antisemitismus" erst im
19. Jahrhundert üblich wurde, wird er auch auf frühere und später antijüdische Vorfälle angewendet. Bemerkenswerte Fälle antisemitischer Verfolgung sind die rheinischen Massaker von 1096; das Edikt über die Vertreibung im Jahre 1290; die europäische Verfolgung von Juden während des Schwarzen Todes zwischen 1348 und 1351; das Massaker von 1391 in Spanien, die Niederschlagung der spanischen Inquisition und die Vertreibung von Juden aus Spanien 1492; die Vertreibung von Juden in der Ukraine  im Jahr 1648 und die Vertreibung von
Juden aus dem Ukrainischen Reich, zwischen 1821 und 1906…“

Also irgendwo in diesen ganzen Wirren muss das
betreffende Wort entstanden oder umgedeutet worden sein. Definitiv ist es aber keine reine deutsche Wortschöpfung. Aber sei es drum. Hier ist eh der falsche Ort für solche Themen und auch Konfuzius ermahnte einst, dass man auf die Worte
achten müsse, damit sie stimmen.
Cornholio
Tja Glaubwürdigkeit ist eh im freien Fall.
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