Ex-NATO-Analyst zeichnet ein völlig anderes Bild vom Ukraine-Krieg
Teil 1:
Der Schweizer Oberst a.D. Jacques Baud hat einen längeren Artikel geschrieben, in dem er ein völlig anderes Bild vom Krieg in der Ukraine zeichnet, als es in den westlichen Medien dargestellt wird. Der ehemalige Nato-Analyst half der Ukraine jahrelang beim Aufbau ihrer Armee.
Baud bemerkte , dass die sogenannten von Russland unterstützten Separatisten im Donbass in den letzten acht Jahren in keiner Weise von Russland unterstützt worden seien. Nach dem Putsch auf dem Maidan im Jahr 2014 wurde der russischsprachige Teil der Bevölkerung – die Zivilbevölkerung – von ukrainischen Soldaten angegriffen. In Städten wie Odessa, Mariupol, Luhansk und Donezk wurden von ihnen Massaker verübt. Seitdem tobt im Land ein Bürgerkrieg.
Baud arbeitete 2014 als Armeeanalytiker für die NATO, als sein Team herausfand, dass die Waffen der Rebellen nicht von Russland, sondern von russischsprachigen Überläufern der ukrainischen Streitkräfte stammten.
Es gab einen massiven Exodus, nach dem Baud helfen musste, das Image der ukrainischen Armee wieder aufzubauen. Dies stellte sich als langer und mühsamer Prozess heraus. Dabei entstanden extremistische paramilitärische Milizen, darunter das Asow-Bataillon.
2020 bestanden 40 Prozent der ukrainischen Armee aus diesen Milizen, sagte Baud. Er beschreibt die Mitglieder als grausame Fanatiker. Sie wurden von den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada und Frankreich finanziert, ausgebildet und bewaffnet.
Baud wies weiter darauf hin, dass Präsident Selenskyj letztes Jahr seine Absicht angekündigt hatte, die Krim einzunehmen, und dass er seine Truppen nach Süden entsandte, um die Aufgabe abzuschließen. Im Februar begann die ukrainische Armee, Donbass in großem Umfang zu bombardieren.
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