17. Juni: Erinnerung ist Mahnung. Damals wie heute gegen das Unrechtssystem!Heute jährt sich der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 zum 70.Mal. Der spontane Protest entwickelte sich zu einer massenhaften Kampfansage an das DDR-Regime. Nur durch sowjetische Panzer konnte der Aufstand niedergeschlagen werden, 538 mutige Bürger verloren ihr Leben, weitere 114 Menschen wurden standrechtlich erschossen, darunter 56 sowjetische Soldaten, die sich geweigert hatten, auf die streikenden Arbeiter zu schießen.
70 Jahre später ist unsere Freiheit wieder beschnitten. Wieder herrscht das Unrecht, Ausgrenzung und Willkür sind in vielen Bereichen Alltag. Heute kommt der Terror nicht durch Panzer, er wird subtiler, aber nicht weniger barbarisch, ausgeübt. Doch die Erinnerung soll uns Mahnung für die Gegenwart sein: Der Kampf für Freiheit geht weiter, Tag für Tag. Auch diese Herrschaft des Unrechts wird fallen!
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WIR MACHEN IMMER GENAU DAS WAS SIE WOLLEN, WEIL WIR UNS ERFOLGREICH VON IHNEN ABLENKEN LASSEN! ES WIRD SICH SO NIEMALS ÄNDERN!!!
Nachzulesen in Wikipedia, wenn man Generalstreik eingibt.
Widerstand mögen die Westdeutschen nämlich nicht.
Mir wird mittlerweile jeden Tag vor Augen geführt warum es die Hakennasen so leicht mit uns haben. Die Dummheit und Ignoranz der Restdeutschen wird voraussichtlich das Ende unseres Volkes sein.
Juni so bitter nötig wie HEUTE‼️⚠️⚠️⚠️
Der Leser wird erstaunt sein, dass ein ganzes Kapitel dieses Buches einem Ereignis gewidmet ist, von dem er zuvor kaum gehört haben mag. Sein Erstaunen wird sich noch steigern, wenn er beim Nachblättern in den gängigen Darstellungen zur Geschichte der Bundesrepublik, Wirtschafts- und Sozialgeschichte eingeschlossen, kein Ereignis unter dem Datum des 28. Oktober 1948 findet. Auch mir sagte dieses Datum anfangs nichts. …
Aus Stimmungsberichten der Landratsämter bzw. Regierungspräsidien wussten auch die Landesregierungen um das Unruhepotential unter der Bevölkerung, und sie bereiteten sich auf eine Verschärfung der »Turbulenzen« vor – nicht ökonomisch, nicht politisch, sondern polizeilich. Die andauernden, an Umfang zunehmenden und sich hinsichtlich ihrer politischer Zielrichtung zuspitzenden Proteste in bayrischen Groß- und Kleinstädten veranlassten z. B. das bayerische Innenministerium Ende Oktober 1948, die Einsatzfähigkeit der Polizei zu erhöhen. Um den zu erwartenden Unruhen vorzubeugen, »werden in verschiedenen Lagern besondere Formationen der Landespolizei zusammengestellt und kaserniert«, hieß es in einer Zeitungsmeldung vom 20. Oktober 1948. …
Militärgouverneur Clay hatte sich, als er anordnete, mit Panzern gegen die Demonstranten in Stuttgart vorzugehen, zu einem außerordentlichen, bis dahin für Westdeutschland beispiellosen Vorgehen entschlossen. …
Er hatte erkannt: Was in Stuttgart geschehen war, konnte angesichts der aufgebrachten Stimmung der Bevölkerung Westdeutschlands an anderem Ort demnächst wieder passieren. »Ich war nicht bereit, ein solches Vorgehen zu dulden«, zitiert der Clay-Biograf Backer den Militärgouverneur, »wenn ich es hingenommen hätte, dann hätte es zu weiteren und ernsteren Zwischenfällen und zu Blutvergießen kommen können.«
Jörg Roesler Die Wiederaufbaulüge der Bundesrepublik S. 47, 49, 53